Auf dem Pflegeetikett von Daunenjacken steht meist ein Zahlenpaar wie 90/10 oder 80/20. Es beschreibt das Mischungsverhältnis der Füllung: Die erste Zahl ist der Anteil an Daune, die zweite der Anteil an kleinen Federn.
Der Unterschied zwischen Daune und Feder
Daune ist die feine, verzweigte Unterschicht des Gefieders ohne festen Kiel. Sie bauscht stark auf und schließt viel Luft ein. Federn dagegen haben einen Kiel, sind schwerer, stabiler und bauschen kaum. Eine Füllung aus reiner Daune wäre am leichtesten und wärmsten, ein kleiner Federanteil gibt der Füllung aber Struktur und Stützkraft.
Was die Zahlen praktisch bedeuten
Je höher der erste Wert, desto wärmer und leichter die Jacke bei gleichem Füllgewicht. 90/10 gilt als hochwertig, 80/20 als guter Standard, 70/30 und darunter findet sich in günstigen Modellen und macht sich durch mehr Gewicht und ein leicht piksiges Gefühl bemerkbar. Ein hoher Federanteil führt außerdem dazu, dass einzelne Kiele durch den Stoff stechen können.
Zusammenhang mit anderen Angaben
Das Mischungsverhältnis ist nur eine von drei relevanten Größen. Dazu kommen die Bauschkraft in cuin und das Füllgewicht in Gramm. Erst alle drei zusammen beschreiben, wie warm eine Daunenjacke tatsächlich ist. Wer verschiedene Kombinationen vergleichen möchte, findet eine breite Auswahl unter Daunenjacken.
Kennzeichnungspflicht
In der Europäischen Union müssen Füllmaterialien deklariert werden. Auf dem eingenähten Etikett stehen deshalb sowohl die Tierart als auch das Verhältnis von Daune zu Feder. Wer nur die Angabe Federn findet, hält eine Jacke ohne echten Daunenanteil in der Hand; solche Füllungen sind schwer und isolieren deutlich schlechter.
Woran sich der Unterschied bemerkbar macht
Ein hoher Federanteil zeigt sich durch spürbare Kiele, ein raschelndes Geräusch beim Zusammendrücken und ein höheres Gewicht bei gleichem Volumen. Jacken mit hohem Daunenanteil fühlen sich dagegen weich und fast schwerelos an und federn nach dem Zusammendrücken sichtbar zurück.