Kinder bewegen sich anders als Erwachsene: Sie rennen, bleiben stehen, setzen sich in den Schnee und stehen wieder auf. Eine Kinderjacke muss deshalb warm, wasserdicht und robust zugleich sein, und sie muss sich schnell an- und ausziehen lassen.
Die richtige Größe
Kinderjacken werden nach Körpergröße in Zentimetern angegeben, üblicherweise von 92 bis 176. Eine Nummer Zuwachs ist sinnvoll, zwei Nummern sind es nicht: Eine zu große Jacke isoliert schlechter, die Ärmel rutschen über die Hände und die Kapuze fällt ins Gesicht. Besser als pauschales Größerkaufen sind verstellbare Details, also Klettbündchen an den Ärmeln, ein Kordelzug am Saum und eine im Umfang regulierbare Kapuze. Manche Modelle haben zudem Ärmel mit Umschlag, die sich um mehrere Zentimeter verlängern lassen.
Wetterschutz, der zum Spielplatz passt
Für Kita und Schulhof sollte die Jacke mindestens 5.000 mm Wassersäule mitbringen, besser 8.000 bis 10.000 mm. Kinder sitzen und knien im nassen Schnee, dabei entsteht punktuell hoher Druck. Wichtig sind außerdem getapte Nähte und ein wasserabweisender Reißverschluss. Eine passende Auswahl bieten die wasserdichten Kinder-Winterjacken und die Matschjacken.
Sicherheit geht vor Optik
Kordeln im Hals- und Kapuzenbereich sind bei Kinderbekleidung bis Größe 134 aus gutem Grund nicht zulässig, weil sie sich an Spielgeräten verfangen können; die europäische Norm EN 14682 regelt das. Achten Sie darauf, dass die Kapuze abknöpfbar ist oder mit Druckknöpfen befestigt wird, die unter Zug nachgeben. Reflektierende Flächen an Ärmeln, Rücken und Kapuze sind im dunklen Winterhalbjahr keine Spielerei, sondern ein echter Sicherheitsgewinn auf dem Schulweg.
Welche Füllung für Kinder?
Kunstfaser ist für Kinder meist die bessere Wahl. Sie wärmt auch feucht, trocknet schnell und übersteht häufiges Waschen ohne Aufwand. Daune ist leichter und wärmer, verlangt aber sorgfältige Pflege und verzeiht Nässe schlecht. Für Wintersport und kalte, trockene Tage sind Daunenjacken für Kinder dennoch eine gute Ergänzung.
Ein- oder zweiteilig?
Für kleine Kinder bis etwa vier Jahre ist ein Schneeanzug praktisch, weil kein Schnee zwischen Jacke und Hose gelangt. Ab dem Kindergartenalter ist eine Kombination aus Jacke und Schneehose flexibler, weil sich die Teile getrennt an- und ausziehen und einzeln waschen lassen. Wer beides vergleichen will, findet die Modelle unter Schneeanzüge für Kinder.
Details, die im Alltag zählen
Ein Schneefang am Saum hält Schnee draußen, wenn das Kind hinfällt. Ein Kinnschutz über dem Reißverschluss verhindert Scheuerstellen. Große Reißverschlussgriffe lassen sich mit Handschuhen bedienen. Und ein abwischbares Außenmaterial spart in der Matschzeit viele Waschgänge.
Kurz zusammengefasst
Eine Nummer Zuwachs, verstellbare Bündchen, mindestens 5.000 mm Wassersäule, Kunstfaserfüllung, Reflektoren und keine gefährlichen Kordeln. Damit ist eine Kinderjacke für den Winter gut aufgestellt.
Bewegungsfreiheit testen
Lassen Sie das Kind die Arme über den Kopf strecken, sich hinhocken und die Kapuze aufsetzen. Rutscht der Saum dabei bis über den Bauchnabel hoch, ist die Jacke zu kurz. Spannt der Rücken beim Vorbeugen, ist sie zu eng. Beides fällt im Laden oder zu Hause in einer Minute auf und verhindert, dass die Jacke später im Schrank bleibt.
Waschbarkeit einplanen
Kinderjacken werden in einer Saison mehrfach gewaschen. Achten Sie deshalb auf ein Pflegeetikett, das Maschinenwäsche bei 30 oder 40 Grad erlaubt, und auf Futterstoffe, die schnell trocknen. Zwei Jacken im Wechsel sind im nassen Winter oft praktischer als eine besonders teure, weil immer eine trocken bereitliegt.